zu allem fähig aber zu nichts zu gebrauchen (dadaina) wrote,
zu allem fähig aber zu nichts zu gebrauchen
dadaina

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oh mann. die letten.
gestern war ich mit meiner zukuenftigen ehefrau in riga unterwegs um pelmeņi zu essen. dann wollt ich der belgierin ne sms schicken damit wir uns zur happy hour im cuba cafe treffen und schick die sms daemlich wie ich bin gleich mal an kārlis. und kārlis ist so ein mensch der sich wohl kein bisschen ueber deutsche textnachrichten wundert (der wundert sich eher ueber so dinge wie kaffee, haarreifen, den umstand dass man in deutschland im sommer kein snowboard fahren kann und leute die keine vegetarier sind) und es waere ihm zuzutrauen dass er einfach anstandslos jedes wort im woerterbuch nachschlaegt und zur happy hour im cuba cafe erscheint. tat er aber gluecklicherweise nicht und ich schickte die gleiche sms nochmal an die richtige nummer und prompt kam was von der australierin zurueck. welch freude.
also dann cuba cafe, dann nochmal pelmeņi weil australien einfiel dass australien hunger hat, dann in die orange bar um hockey anzuschaun (lettland gegen schweden. mein problem ist ja, dass ich grundsaetzlicherweise immer gegen lettland bin, ich kann einfach nichts dran aendern, und schon gar nicht wenn lettland gegen schweden spielt. ich darf das nur nie jemanden wissen lassen, sonst koennte es gefaehrlich werden). schweden gewann dann auch mit 8 zu 2, valerie ging heim und ich musste wieder zusehen wie ich die belgierin in zaum halte.
australien, belgien und vorallem mir war es danach noch nicht nach heimgehen zumute (nach dem letzten spiel lettland-schweiz (lettland hat verloren) hat meine gastschwester zwei tage lang nichts mehr geredet), also haben wir uns noch ein paar shots in einer tequilabar einverleibt.
und dann gings ja erst richtig los. ich wartete alleine und halb totgefroren an der bushaltestelle im dunklen riga auf meinen letzten bus, als sich noch zwei russen und ein russenmaedchen zu mir gesellen. besser als alleine dazusitzen, dachte ich mir, weil nachts in riga weiss man ja nie so genau was da passieren koennte. aber schon nach zwei minuten in gesellschaft kam ein polizeibus mit tatuetata angerast, kommt an der bushaltestelle mit quietschenden reifen zum stehen, zwei brutal aussehende, bewaffnete und kugelsicher angezogene polizisten sprinten aus dem auto und nagen die zwei russen neben mir fest. heftige streitgespraeche auf russisch, sie wurden mit dem gesicht und den haenden zur wand durchsucht, in den polizeibus reingesteckt und innerhalb von drei minuten war alles vorbei.
zum glueck haben die polizisten nicht mitbekommen dass dort auch eine leicht angetrunkene minderjaehrige austauschschuelerin ohne begleitung dafuer aber mit leicht gefaelschtem schueler- und health insurance ausweis sass. da waere olga gar nicht begeistert gewesen.
auf meinem eimweg machte ich mich auf eine sehr depressive gastfamilie bereit und wurde dann aber von einer freudigen runde mit wodka begruesst und musste verkupplungsversuch nr. zwei ueber mich ergehen lassen. meine gastfamilie liebt mich so sehr, dass sie staendig versuchen mich mit irgendeinem cousin zu verheiraten damit ich in der familie bleibe. diesmal hatten sie fuer diese aufgabe sogar einen recht akzeptablen cousin ausgesucht, mit langen haaren, gitarre und sternen auf den schuhen, allerdings wollte der dann dass ich zu seinem geklampfe die ganze zeit singe und mit ihm mit wodka anstosse und das hat mich dann zu der spaeten stunde doch ueberfordert.
heute morgen um zehn gings dann auch gleich wieder mit wodka weiter. ich sags euch, die letten.
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